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Querdenken mit klugen Köpfen

Erst kürzlich gewann das mittelständische Unternehmen für die Entwicklung eines Schutzbandes für Coils, dem sogenannten „RK Coil Protect'', den Effizienz- Preis NRW, der höchstpersönlich vom nordrhein-westfälischen Umweltminister Johannes Remmel in Essen verliehen wurde. Sicherlich ein herausragender Erfolg in der Unternehmenshistorie. Aber auch ein Rückblick in die Vergangenheit lässt erkennen, dass es immer wieder Innovationspreise aus den unterschiedlichsten Geschäftsbereichen gab, die den Erfolg des Unternehmens weiter vorangetrieben haben. So waren es allein im Jahr 2010 gleich zwei Innovationspreise - einer für die Entwicklung einer Hochleistungsschutzfolie, der andere für eine vorbildliche Finanzkommunikation. „Innovation ist hier ein stetiger Prozess, ein fester Bestandteil der Unternehmenskultur", erklärt Geschäftsführer Jan Krückemeyer selbstbewusst. Besonders stolz ist er dabei auf sein Entwicklungsteam, dass - wie er sagt - aus vielen klugen, kreativen Köpfen bestehe, die ideenreich querdenken und ihr Handwerk verstehen.

Viele Denkanstöße ergeben sich oft aus konkreten Anwendungsfällen. Ein Kunde hat ein Problem, für das eine individuelle Produktlösung gefunden werden muss. Also überlegt man im Team, wie man helfen kann, so Jan Krückemeyer. Und genauso ergab sich auch die Entwicklung des sagenannten „RK Coil Protect Systems", das empfindliche Coils beim Lagern und Transportieren vor Schäden schützt. Hierfür bekam das Unternehmen, dessen Kernkompetenz die Konfektionierung und der Vertrieb von Schleifmitteln und Klebebändern für Industrie, Handel und Handwerk ist, jetzt den besagten Preis. Die neuartigen Schutzbänder für Trommeln aus dünn gewalztem Stahl sorgen dafür, dass sich Transport- und Lagerschäden an den sogenannten Stahlcoils verringern. Das Basismaterial für die ebenso einfache wie wirkungsvolle Verpackungslösung bilden recycelte Autoreifen. Mit der Neuentwicklung des Unternehmens lässt sich der Anteil an Schrott, der entsorgt oder wieder eingeschmolzen werden muss, um bis zu 90 Prozent senken. Tim Freund, Produktmanager bei Krückemeyer, zur Produktidee:

„Schadhafte Coils kosten die weiterverarbeitende Industrie Jahr für Jahr Millionen. Ursache ist in den meisten Fällen ein unzureichender Schutz gegen mechanische Einflüsse. Unsere selbst entwickelten Schutzbänder bestehen aus Reifengummi und sind auf der dem Stahl zugewandten Innenseite mit einem Klebeband beschichtet. Auf diese Weise verhindern sie effektiv die Beschädigungen der Stahltrommel beim Transport und sorgen dafür, dass das wertvolle Metall nicht mit Steinchen, Spänen oder Schmutz in Kontakt kommt."

Seine Praxiserprobung hat das neue Produkt übrigens bereits absolviert. So konnte ein Kunde aus der Edelstahlbranche durch die Schutzbänder innerhalb eines Jahres in nur einem Werk ein Einsparpotenzial von 2040 Tonnen Stahl verbuchen. Dies entspricht rund 100 Coils mit dem Standardgewicht von 20 Tonnen. Die finanziellen Einsparungen beliefen sich auf 2,55 Millionen Euro, basierend auf einem Stahlpreis von 1250 Euro pro Tonne. Mittlerweile ist das Produkt bereits bei einigen weiteren Unternehmen im Einsatz. „Es dauerte schon eine Weile, bis wir den richtigen Materialmix gefunden hatten, wir haben unter anderem mit Fleece-Material und einer Kombination aus mehreren Klebebandlagen experimentiert. Umso glücklicher sind wir, das Optimum gefunden zu haben", so Tim Freund. Mit der Entwicklung des neuen Produktes eröffne sich für das Unternehmen ein komplett neues Geschäftsfeld, dass sogar zum neuen Standbein werden könnte, so der Produktmanager weiter. Das gelte im Übrigen auch für andere kundenspezifische Produktentwicklungen, die im Moment noch in der Probephase seien. Dazu gehöre beispielsweise Kantenschutz der Coil-Deckseite, welcher für die Automobilindustrie von besonderer Bedeutung ist. Mehr verrät Tim Freund hierzu aber nicht. Nur soviel, erste Prototypen seien bereits im Test.

Als technischer Spezialist für Schleifmittel und Klebebänder gehört die Reinhard Krückemeyer GmbH & Co. KG zu den größten Anbietern in Deutschland. Mehr als 5000 Kunden im In- und Ausland werden mit den circa 10.000 verschiedenen Lagerartikeln der Firma beliefert. Darunter Schleifmittel, Klebebänder, Klebstoffe, aber auch Produkte für den Arbeitsschutz sowie die neue Sparte Produktschutz, zu der zum Beispiel „RK Coil Protect" oder das RK-Kantenschutzprofil gehören. Insbesondere die Herstellung von Klebebändern sei für das Unternehmen ein wichtiger Zukunftsmarkt, so Jan Krückemeyer. Hier bewegen sich die Zuwachsraten im zweistelligen Bereich. Das liegt mitunter daran, dass die Klebetechnik beziehungsweise die Entwicklung von Hightech-Klebstoffen sich zur Schlüsseltechnologie entwickelt. Jan Krückemeyer: „Da, wo früher geschraubt, geschweißt oder gelötet wurde, wird heute vielfach geklebt. Das ist nicht nur schneller, sondern auch leichter und kostengünstiger." Der Firmeninhaber weiß wovon er spricht. Schließlich werden auch seine Klebemittel in hohem Maße im Automobilbereich eingesetzt. Aber auch in Industrie und Handwerk gewinnt die Klebetechnik zunehmend an Bedeutung. Bei vielen Konstruktionen mit Werkstoffkombinationen aus Metallen, Kunststoffen, Faserverbundwerkstoffen, Keramik oder Glas ist Kleben in vielen Fällen die effizienteste Fügemethode, so Jan Krückemeyer.

Hauptumsatzträger des Unternehmens sind Schleifmittel und Klebebänder, betont der Firmeninhaber. Hier biete man den Kunden in einem völlig unübersichtlichen Markt ein gebündeltes Sortiment, bestehend aus den besten Produkten namhafter Hersteller zu marktgerechten Preisen. Das wüssten viele Kunden zu schätzen. Die Bandbreite der Branchen, in denen die Schleifmittel und Klebebänder eingesetzt werden, ist dabei groß. So werden die Schleifmittel, mit denen Flächen beispielsweise bearbeitet, geschliffen oder mattiert werden, unter anderem in der Stahlindustrie, dem Maschinen- und Werkzeugbau oder der Möbelund Lackindustrie eingesetzt. Die Klebebänder, die zum Reparieren, Verstärken, lsolieren oder Abdichten verwendet werden, finden sich hingegen in Branchen wie zum Beispiel dem Küchenbau, Elektroindustrie, Schreinerhandwerk oder dem Formenbau und in vielen weiteren Industriebereichen wieder. Über 80.000 Klebebänder von mehr als 40 Herstellern hat die Firma Krückemeyer im Sortiment. Darunter auch die Eigenmarke RK, die häufig als individuelle Produktalternative dient. Diese werden in Geschäftsder eigenen Fertigungsabteilung geschnitten, gewickelt, kaschiert und laminiert. Wer eine individuelle Produktlösung braucht, wird vor Ort fündig. Aus Rollenware können sämtliche Formen an Schleifund Klebebändern in die gewünschte Abmessung oder als Stanzteil konfektioniert werden. „Die Entwicklung und Fertigung von Stanzteilen hat uns einen zusätzlichen Wettbewerbsvorteil gebracht. Durch RK-Stanzteile können unsere Kunden Prozessabläufe vereinfachen und Kosten einsparen. Im Bereich der Klebebänder und Schleifmittel verfügen wir über 60 Jahre Erfahrung. Das kommt uns natürlich zugute. Neben dieser Fachkompetenz ist es aber auch die Flexibilität und Schnelligkeit, die uns auszeichnet. Mit unseren Produktspezialisten und dem eigenen Außendienst bieten wir herstellerunabhängige Beratung. So finden wir die beste Lösung für die unterschiedlichsten Anforderungen. Ein zertifiziertes Qualitätsmanagement gehört selbstverständlich ebenso dazu" , erklärt Jan Krückemeyer.

Mit der Unternehmensentwicklung ist der geschäftsführende Gesellschafter mehr als zufrieden. Im Geschäftsjahr 2013 habe man einen Umsatz von 17,5 Millionen Euro erwirtschaftet. Die vergangenen drei Jahre seien stets von Umsatzsteigerungen geprägt gewesen. Auch was das Geschäftsjahr 2014 angeht, blickt das 50 Mitarbeiter zählende Unternehmen optimistisch in die Zuselbstverkunft. Gerade im Hinblick auf die Neuentwicklung „Coil Protect" sei man besonders positiv gestimmt, so Jan Krückemeyer. Er führt die Krückemeyer GmbH & Co. KG übrigens in dritter Generation. 2007 verstarb der erst 69-jährige Vater Reinhard Krückemeyer jun. plötzlich und unerwartet. Sein Sohn übernahm zusammen mit Uwe Kittel die Geschäftsführung und baute das Familienunternehmen weiter aus.

Gegründet wurde das Unternehmen 1950 von Reinhard Krückemeyer sen. in Siegen. Dieser handelte zunächst mit Schleifmitteln. Damals brachte er die Produkte noch mit dem Fahrrad zu den Kunden. 1955 kamen dann Klebebänder hinzu. 1974, nachdem das Unternehmen von einer Einzelunternehmung in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt worden war, verlagerte man den Firmensitz nach Wilnsdorf, ins Industriegebiet „Lehnscheid". Aus der Kommanditgesellschaft wurde 2002 schließlich die heutige GmbH & Co. KG.

 

Foto: Krückemeyer
Quelle:
Wirtschaftsreport IHK Siegen - Ausgabe April 2014 - Seite 40
Auszug aus Wirtschaftsreport (PDF)

Weitere Informationen zu RK Coil Protect finden Sie hier.